Die Datenvisualisierung «Gender Study Contrast» vergleicht die Anzahl an studierenden Frauen und Männer im Kanton Zürich im Verlauf des letzten Jahrzehnts.

Gender Study Contrast

Nach wie vor unterscheiden sich die Anteile an Frauen und Männer in vielen Lebenslagen gross. In der Bildung wird diese Divergenz in den gewählten Profilen und Studiengängen stark sichtbar. Diese These war die Ausgangslage für die interaktive Datenvisualisierung.

Interactive Data Visualisation, Informationsarchitektur, User Interface, Transition
Year
2014
Meine Rolle
Recherche, Konzeption, Datenanalyse, UI Design, Transition Design
Studenten
Simon Gwinner, Felix Stricker, David Wyssen
Dozenten
Jürgen Späth, Magnus Rembold, Martin Feuz
Modul
Interactive Vizualisation, 2014, ZHdK, Interaction Design
Ausstellung

Bei der Recherche rund um die Thematik Bildung sind wir auf eine Studie der Stadt Zürich und der Fachstelle für Gleichstellung gestossen. In dieser wird die Entwicklung der Anzahl an Frauen in der Bildung untersucht und interessante Tendenzen erörtert.

Das Ziel der Visualisierung war, die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse an Zürcher Hochschulen und der Universität detailiert und interaktiv darzustellen und dadurch mögliche Tendenzen aufzeigen zu können.

Auf der Webseite des Kantons Zürich/Bildungsstatistik (Universität, Fachhochschule) und der ETH sind die Datensätze welche für die Visualisierung genutzt wurden, öffentlich einsehbar.

Die interaktive Datenvisualisierung besteht aus verschiedenen Ebenen, einzelne Jahre in der Übersicht, Institutionen und Fachrichtungen im Vergleich.
Durch das Erkunden der Daten und erforschen in der Y-Achse (Tiefe) können verschiedenste Tendenzen aufgedeckt werden.

Die Designlösung nimmt Bezug auf den Aufbau von Bildstatistiken. Bildstatistiken sind Infografiken, welche die Mengenverhältnisse und -vergleiche aufzeigen. Dabei beantwortet die Visualisierungen die Fragen nach dem «Wer?», «Wie viel?» und durch eine zeitliche Anordnung auch das «Wann?». Die Visualisierung weist die Logik von Balkendiagrammen auf, welches zu den Darstellungstypen einer Bildstatistik gehört. Dabei wird das Verhältnis der Teilmengen untereinander wiedergegeben, und es wird die Differenz zwischen den Teilmengen, der Frauen und Männer, veranschaulicht.

Allgemein stellt eine Zeile immer das Verhältnis der Geschlechter in einem spezifischen Bereich dar. Im Detail zeigen die einzelnen Balkenbreiten den prozentualen Anteil oder die Anzahl an studierenden Frauen und Männer innerhalb eines Jahres, einer Institution oder einer Fachrichtung. Die Höhe der Balken vermitteln und vergleichen die Gesamtmenge an Studierenden innerhalb eines Jahrzehnts, Institutionen oder Fachrichtungen. Zuletzt können Teilmengen innerhalb einer Fachrichtung in einem zeitlichen Verlauf verglichen werden.

Mit diesem Design können alle Daten des letzen Jahrzehnts, gefiltert nach Institution und Fachrichtung, mit wenigen Klicks erkundet und verglichen werden.

Durch diese Daten-Visualisierung kann folgendes aufgezeigt werden:

Es gibt eine Zunahme an Frauen die studieren über das letzte Jahrzehnt, die Tendenz ist steigend.

Trotz der Zunahme an Frauen an der ETH, ist diese immer noch männerdominiert.

Bei Fachrichtungen, welche an der Universität sowie an der ETH angeboten werden können, entscheiden sich die Frauen eher zugunsten der Universität.

Allgemein ist der Männeranteil grösser in der Wirtschafts-, Naturwissenschaften und technischen Wissenschaften, der Frauenanteil ist grösser in den Geistes- und Sozialwissenschaften, im Veterinärmedizin und der Lehrkraftausbildung.